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Der Blick in die Tiefe der Zeit
Fotoausstellung

vom 31. Mai bis zum 30. September 2015
Sonderausstellung im Foyer des Naturhistorischen Museums


Ausstellungsplakat Eine Zeitreise in das 17. Jahrhundert erscheint uns auf den ersten Blick vielleicht nicht als ein besonders spannender Gedanke. Zu nahe fühlen wir uns – zumindest hier innerhalb Europas – den Menschen jener Zeit. Manche erinnern sich möglicherweise an Filme wie Die drei Musketiere, in denen die Figuren ausgiebig ihre Gewandtheit am Degen demonstrieren, aber sonst wie wir zu denken und zu fühlen scheinen.
Andere werden vielleicht im Physik–Unterricht auf Isaac Newton (1643–1727) getroffen sein, den wir als Mitbegründer der neuzeitlichen Physik in Erinnerung haben. Aber gerade Newton würde uns sehr verwundern, wenn wir seine Vorstellungen über die Entstehung und das Alter der Erde hören könnten.
Unsere scheinbare Nähe zu den Menschen dieser Zeit löst sich rasch auf, wenn wir uns mit ihren Ansichten über Vergangenheit und Zukunft beschäftigen. Im Denken jener Zeit bestand der Unterschied zwischen Menschheits– und Erdgeschichte darin, dass die Erde sechs Tage vor dem Menschen erschaffen wurde.
Aber auch der Blick in die Zukunft war ein völlig anderer: Bei uns im christlich bestimmten Europa bedeutete die Zukunft zugleich das Ende der Welt. Der Jüngste Tag wurde auch nicht in weiter, unbestimmter Ferne gesehen, sondern schon bald, vielleicht sogar noch zu Lebzeiten, erwartet.

Wasserfall

Landschaft
Die Menschen des 17. und vielfach noch des 18. Jahrhunderts konnten so auch keine Vorstellung von einer Entwicklungsgeschichte der Natur haben, keine Idee von einer Veränderung der Erdoberfläche, und noch weniger von einer natürlichen Entwicklung des Lebens oder der Entstehung der Arten.
Die Umgestaltung, die auch das Lebensgefühl des Menschen so nachhaltig verändert hat, hing eng mit der Entstehung einer Wissenschaft zusammen, die es zuvor so nicht gab: Es war die Geologie, die mit der Ausgestaltung eines zuvor nicht denkbaren prähistorischen Raumes erste Konturen annahm. Nach ersten, grundlegenden Schritten im 17. Jahrhundert begannen sich Diskussionen über das Alter der Erde, über die Bedeutung der Fossilien oder die mögliche Gefahr globaler Naturkatastrophen um die Mitte des 18. Jahrhunderts im Themenspektrum der Gelehrtenwelt wie intellektuell geprägter Abendgesellschaften auszubreiten.
Die Ausstellung richtet sich jedoch weniger an den Wissenschaftshistoriker als an jene, die sich mit diesem Thema eher in sinnlich-experimenteller Weise beschäftigen möchten. Fotoausstellung und geologische Objekte dokumentieren nicht nur einige historisch bedeutende Geländesituationen, sondern auch Ansichten, die den Betrachter mit der Dynamik der Erde wie den damit verknüpften Zeitmaßstäben konfrontieren. Der Blick in die Tiefe der Zeit ist nicht nur eine Phase der Kulturgeschichte sowie eine bemerkenswerte Leistung des menschlichen Verstandes, sondern auch ein Akt, der immer wieder aufs Neue versucht, verstanden und auch gefühlt werden muss, wenn man sich unsere Position in der Welt vergegenwärtigen möchte.

Der Blick in die Tiefe der Zeit ist nicht nur Ausdruck einer besonderer Phase der Kulturgeschichte, oder eine bemerkenswerte Leistung des menschlichen Verstandes. Dieser Blick ist nicht fest gezimmert und unverrückbar, sondern bedarf stets auch der Übung. Neue Fragestel¬lungen zur Geschichte und Dynamik unserer Erde, wie sie infolge der raschen Entwicklung der Geowissenschaften wie der menschlichen Zivilisation ständig entstehen, fordern immer wieder zur Prüfung der erdgeschichtlichen Perspektive heraus. Nicht immer ist diese scharf und eindeutig zu fassen, oft bleibt es eine Hypothese oder ein Gedankenexperiment – aber es ist ein Akt, der immer wieder versucht werden muss. Ohne eine solche Auseinandersetzung würden wir vermutlich bald wieder in ein Denken und Fühlen zurückfallen, das den Lauf der Dinge nur aus dem kurzen Ausschnitt unserer Gegenwart zu sehen vermag.


Begleitvortrag zur Ausstellung (ca. 30 Minuten)
Gottfried Hofbauer (Abt. Geologie)
Mittwochs, 3.6., 15.7., 29.7., 16.9. jweweils um 19.00 Uhr
Sonntags, 7.6., 19.7., 20.9., jeweils um 14.00 Uhr
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Die Öffnungszeiten des Museums und weitere Informationen zum Museum finden sie hier


Presseinformation zum herunterladen finden Sie nach Ausstellungsbeginn auf der Presseseite
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Marientorgraben 8
90402 Nürnberg
Tel.: 0911/22 79 70

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Zuletzt aktualisiert 07.05.15 von NP
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